Müssen Hunde Zähne putzen?

Zähneputzen Hund
2. Juli 2025
Müssen Hunde Zähne putzen?

Die Zahngesundheit unserer vierbeinigen Freunde wird oft unterschätzt. Dabei spielt sie eine zentrale Rolle für das allgemeine Wohlbefinden, die Lebensfreude und die langfristige Gesundheit deines Hundes. Genau wie beim Menschen können auch bei Hunden unbehandelte Zahnprobleme nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch ernsthafte Folgeerkrankungen auslösen – etwa an Herz, Leber oder Nieren.

Umso wichtiger ist es, frühzeitig auf die Zahngesundheit zu achten und regelmässig für eine gründliche Zahnpflege zu sorgen. In diesem Beitrag zeigen wir dir, warum eine gute Zahnpflege unverzichtbar ist, wie du erste Anzeichen von Zahnproblemen erkennst und welche Massnahmen du ergreifen kannst, um die Zähne deines Hundes effektiv und nachhaltig gesund zu halten.

Zahngesundheit HundZahngesundheit Hund

Kurz und knapp: Zahngesundheit beim Hund

  • Zahnprobleme: Über 85% der Hunde über 3 Jahren haben Zahnprobleme – oft unbemerkt.
  • Warnsignale: Zahnschmerzen, Mundgeruch und Verweigern des Futters sind häufige Warnsignale.
  • Kauen als natürliche Zahnpflege: Knochen, Zahnsticks etc. helfen gegen Plaque.
  • Zahnspray und Zähneputzen: Zahnspray und Zähneputzen mit Zahnbürsten und -zahnpasta schützt nachhaltig.
  • Regelmässige Kontrollen: Kontrollen beim Tierarzt sind unverzichtbar – auch bei guter Pflege.
Hund cleverHund clever

Warum ist Zahnpflege bei Hunden so wichtig?

Das Hundegebiss erfüllt mehrere wichtige Aufgaben. Es dient zur Aufnahme von Nahrung, ist ein Werkzeug bei Spiel und Jagd und wird auch zur Kommunikation eingesetzt - Gesunde Zähne sind somit essenziell für das körperliche und emotionale Wohlbefinden des Tieres. Ein intaktes Gebiss ermöglicht es deinem Hund, problemlos zu kauen und die Nahrung optimal zu verwerten. Darüber hinaus beeinflusst die Zahngesundheit auch das Sozialverhalten und die Lebensqualität deines Hundes.

Zahnprobleme wie PlaqueZahnstein oder Zahnfleischentzündungen können nicht nur Schmerzen verursachen, sondern ernsthafte Folgeerkrankungen nach sich ziehen – z.B. am Herzen, in den Nieren oder am Verdauungssystem. Bakterien aus dem Maul können über die Blutbahn in den ganzen Körper gelangen.

Während Wildhunde und Wölfe seltener unter Erkrankungen der Zähne leiden, liegt das vor allem an ihrer ursprünglicheren Ernährung. Diese war rohfaserreich, natürlich und frei von Zucker. Auch ihr aktiver Lebensstil trägt dazu bei, das Gebiss auf natürliche Weise zu reinigen und gesund zu halten.

Zahnpflege HundZahnpflege Hund

Das Gebiss eines HundesDas Gebiss eines Hundes

Das Hundegebiss

Zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat findet beim Welpen der Zahnwechsel statt. Die 28 Milchzähne weichen dem bleibenden Gebiss mit 42 Zähnen – 20 im Oberkiefer und 22 im Unterkiefer. In dieser Phase ist der Kautrieb besonders stark, da das Kauen den Zahndruck lindert, deshalb wird auf allem herumgekaut, was erreichbar ist. Ein erwachsener Hund besitzt:

  • 12 Schneidezähne (zum Abknabbern)
  • 4 Eckzähne (zum Festhalten und Reissen)
  • 16 Prämolaren (zum Zerkleinern)
  • 10 Molaren (zum Zermahlen harter Nahrung)

Typisch für Hunde ist der sogenannte Reisszahn, mit dem sie Knochen zerteilen können – eine Anpassung aus ihrer Zeit als Fleischfresser. Anders als bei wild lebenden Hunden fehlt vielen Haustieren die natürliche Zahnreinigung. Deshalb ist eine gezielte Zahnpflege wichtig. Je nach Rasse, Grösse oder individuellen Besonderheiten kann es vereinzelt zu Abweichungen in der Zahnanzahl oder -stellung kommen.


Wann ist Zahnpflege notwendig?

Die Antwort lautet: immer! Bereits ab einem Alter von drei Jahren zeigen laut Studien rund 85 % aller Hunde erste Anzeichen von Zahnproblemen. Meist beginnt es mit weichem Zahnbelag (Plaque), der durch Futterreste und Bakterien entsteht. Wird dieser nicht regelmässig entfernt, verkalkt er durch die Mineralien im Speichel und wird zu hartem Zahnstein. Unbehandelt führen diese Ablagerungen zu Entzündungen des Zahnfleischs, lockeren Zähnen, Schmerzen und sogar zum Verweigern des Futters. Mundgeruch ist ein häufiges erstes Warnsignal. Achte auf folgende Anzeichen:

  • Gelbliche oder bräunliche Verfärbungen der Zähne
  • Gerötetes oder blutendes Zahnfleisch
  • Starker Mundgeruch
  • Zurückhaltendes Fressverhalten
  • Unlust am Spielen mit harten Gegenständen
Zahnpflege beim HundZahnpflege beim Hund

Tipps für die Zahnpflege

1. Kauen erlaubt – mit dem richtigen Material

Natürliche Kauartikel wie Knochen, getrocknete Sehnen oder spezielle Zahnsticks fördern die mechanische Reinigung der Zähne. Durch das intensive Kauen der Zahnpflege Snacks werden Beläge entfernt und der Speichelfluss angeregt – was Bakterien im Maul reduziert. Gegen Zahnstein hilft auch ein trockenes Hundefutter. Durch die regelmässige reibende Wirkung beim Kauen wird die Bildung von Zahnstein gemindert. In unserem Sortiment wirst du qualitativ hochwertiges Trockenfutter und zahlreiche Artikel zur schonenden Pflege der Zähne deines Vierbeiners finden, zum Beispiel die kyli DentalBones.

 

2. Zahnspray, Zahnbürste und Zahnpasta für Hunde

Ein gutes Zahnspray wie kyli ZahnFIT unterstützt die gesunde Mund- und Rachenflora deines Hundes. Es reduziert unangenehmen Mundgeruch spürbar. Dank seiner wertvollen Inhaltsstoffe trägt es ausserdem dazu bei, Zahnstein und Kariesbildung vorzubeugen – für ein gepflegtes Hundegebiss. Wer es besonders gründlich macht, greift zusätzlich zur Zahnbürste und spezieller Hundezahnpasta (keine menschliche Zahnpasta verwenden!). Am besten wird der Hund im Welpenalter spielerisch an das Zähneputzen gewöhnt – mit Geduld, kurzen Einheiten und positiver Verstärkung.

 

 

3. Regelmässige Kontrolle zu Hause

Ein kurzer wöchentlicher Check genügt: Zähne und Zahnfleisch sollten frei von Verfärbungen, Schwellungen oder unangenehmem Geruch sein. Je früher du Probleme erkennst, desto einfacher lassen sie sich behandeln. Regelmässige Sichtkontrollen helfen, Erkrankungen in der Mundflora frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen.

4. Professionelle Zahnreinigung

Auch wenn du zu Hause gute Zahnpflege betreibst – eine regelmässige Kontrolle durch die Tierärztin oder den Tierarzt ist empfehlenswert. Bei Bedarf wird eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt, meist unter leichter Narkose.

5. Bewegung wirkt unterstützend

Wusstest du, dass Bewegung die Zahngesundheit fördert? Körperliche Aktivität regt den Speichelfluss an, was zur Reinigung der Zähne beiträgt. Ein aktiver Hund ist also nicht nur fitter – sondern hat oft auch das gesündere Gebiss.


  • Zahnpflege ist ein Muss
    Über 85 % aller erwachsenen Hunde leiden an Zahnproblemen - Zahngesundheit ist entscheidend für das allgemeine Wohlbefinden und die langfristige Gesundheit deines Hundes
  • Kauverhalten fördern
    Mit natürlichen Kauartikeln reinigt der Hund sein Gebiss auf natürliche Weise
  • Zahnspray und Zähne putzen
    Unterstützt zusätzlich und hilft ausserdem Mundgeruch zu bekämpfen
  • Warnsignale erkennen
    Mundgeruch, Zahnverfärbungen oder Fressunlust sind ernstzunehmende Hinweise
  • Regelmässige Kontrollen
    Regelmässig tierärztliche Kontrolle für langfristige Zahngesundheit und Vorsorge

    Fazit

    Zahngesundheit ist kein Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil der allgemeinen Vorsorge eines gesunden Hundes. Mit etwas Aufmerksamkeit und der richtigen Pflege ersparst du deinem Hund schmerzhafte Erfahrungen – und ermöglichst ihm ein langes, gesundes Leben mit starken Zähnen. Wie bei uns Menschen führt mangelnde Dentalhygiene zu schmerzhaften Erkrankungen und Folgeschäden. Wer frühzeitig vorsorgt, spart nicht nur Tierarztkosten, sondern schenkt seinem Vierbeiner mehr Lebensqualität und Lebensfreude. Mit der richtigen Ernährung, gezielter Zahnpflege und regelmässigen Kontrollen lassen sich viele Probleme vermeiden – und dein Hund bleibt gesund, zufrieden und vital. Unsere Experten helfen dir gerne, die passende Zahnpflege für deinen Vierbeiner zu finden!

       

    Wir klären auf wie wichtig eine gute Mundhygiene bei unseren vierbeinigen Freunden ist und geben wichtige Tipps zum Erhalt gesunder Hundezähne.

     

    Warum ist Zahnpflege auch bei Hunden so wichtig?
    Das Gebiss des Hundes erfüllt mehrere wichtige Funktionen. Es dient der Nahrungsaufnahme, wird für die Jagd benötigt und ist auch ein Ausdrucksmittel. Daher ist die Zahngesundheit auch bei Hunden von entscheidender Bedeutung.
    Wie bei uns Menschen können Zahnprobleme grosse Schmerzen und Unwohlsein verursachen. Ausserdem können unbehandelte Zahnprobleme das Risiko für Herzerkrankungen und andere systemische Probleme erhöhen.
    In der Natur haben freilebende Hunde und Wölfe vergleichsweise selten Probleme mit ihren Zähnen. Der Hauptgrund ist ihre natürliche Ernährung, die weniger verarbeitet und zuckerhaltig ist. Das natürliche Kauverhalten beim Zerkauen der Beute verhindert weitestgehend Zahnbelag und fördert die Aufrechterhaltung eines gesunden Gebisses. Ihre genetische Anpassung an eine rohfaserreiche Ernährung und ein aktiver Lebensstil tragen dazu bei, dass ihre Zähne gesünder bleiben, obwohl sie nicht immun gegen Zahnprobleme sind. 

     

    Das Gebiss eines Hundes:
    Zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat durchläuft der Welpe den Zahnwechsel. Die spitzen Milchzähne weichen dem stabilen „Erwachsenengebiss". In dieser Zeit ist kein Stuhlbein, kein Schuh oder gar Hände und Füsse vor dem schmerzhaften Knabbern sicher. Die Welpen versuchen durch dieses „Knabbern“ den unangenehmen Prozess des Zahnwechsels zu beschleunigen.
    Ist der Zahnwechsel einmal überstanden, besteht das Gebiss eines erwachsenen Hundes aus 42 Zähnen. Auch besitzen sie wie wir Menschen Eck-, Schneide und Backenzähne die jeweils unterschiedliche Aufgaben haben und entsprechend gut gepflegt werden müssen.

     

    Wann ist Zahnpflege notwendig?
    Statistisch gesehen haben 85% aller über dreijährigen Hunde Zahnprobleme. Der Anfang macht die Bildung von Plaque, einem weichen Zahnbelag.
    Ein entzündetes Zahnfleisch und kranke Zähne sind daran zu erkennen, dass die Zähne gelblich, oder braune Ränder am Zahnfleisch sichtbar sind.
    Plaque entsteht durch falsches Futter oder Futterresten an den Zähnen und Bakterien, die sich darin ansammeln.
    Mit den Mineralien aus dem Speichel wird Plaque dann zu Zahnstein.
    Damit Bakterien und Zahnstein keine Chance haben, solltest du Plaque regelmässig entfernen. Ist bereits Zahnstein entstanden, kann nur der Tierarzt diesen beseitigen.
    Mangelnde Pflege der Zähne kann zu Zahnschmerzen, Futterverweigerung und in weiterer Folge sogar zu Mangelerscheinungen führen.
    Auch Mundgeruch ist ein gutes erstes Indiz dafür, ob die Zähne deines Hundes gesund sind.
    Riecht der Hund sehr stark aus dem Mund, kann dies ein Hinweis auf bestehende Zahnprobleme oder Entzündungen sein. In dem Fall sollte schnellstmöglich ein Gang zum Tierarzt erfolgen.

     

    Tipps für die richtige Zahnpflege beim Hund:

    Zahnpflege durch Kauartikel und richtige Ernährung:
    Zahnpflege beginnt mit dem Futter. Bei Nassfutter oder aufgeweichtem Futter hat der Vierbeiner wenig zu kauen. Am effektivsten ist die natürliche Zahnreinigung, wenn der Hund am Knochen oder diversen Kauartikeln nagen darf. Bei diesem Vorgang reinigt er automatisch die Zahnoberfläche, so dass Plaque entfernt werden und zudem der Kiefer gestärkt wird. Der dabei vermehrt produzierte Speichelfluss begünstigt die Reinigung zusätzlich.
    Der ideale Zahnputz-Kauartikel ist kalorienarm, zuckerfrei und so fest, dass Hunde eine Weile daran zu kauen haben.

    Zahnbürsten und Zahnpasten für Hunde:
    Um die Zahngesundheit deines Hundes zu fördern, kannst du spezielle Zahnbürsten und Zahnpasten für Hunde verwenden. Der Hund sollte von klein auf an das Kontrollieren und Putzen seiner Zähne gewöhnt werden, da es ihn sein ganzes Leben lang begleiten wird.
    Die Gewöhnung sollte in kleinen Schritten und mit positiver Verstärkung erfolgen.

    Regelmässige Zahnkontrolle:
    Die Zähne des Hundes sollten regelmässig sorgfältig auf Anzeichen von Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und andere Probleme, wie z.B. lockere Zähne oder ungewöhnlicher Mundgeruch untersucht werden.

    Professionelle Zahnreinigung:
    Die präventiven Massnahmen ersetzen jedoch, auch wie bei uns Menschen nicht den regelmässigen Gang zur Zahnkontrolle.

    Lebensstil:
    Wusstest du, dass Hunde, die sich viel bewegen, seltener an Parodontitis erkranken? Bewegung fördert den Speichelfluss, der wiederum eine reinigende Wirkung auf die Zähne hat.

     

    Fazit:
    Die Zahnpflege ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge beim Hund. Durch vorbeugende Massnahmen zu Hause, in Kombination mit der professionellen Zahnreinigung beim Tierarzt, kannst du die Zahngesundheit deines Hundes fördern und ernsthafte gesundheitliche Probleme vermeiden.

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